Hände zeichnen - Finger und Handflächen richtig
zeichnen und
malen.
Hände richtig zu Zeichnen fällt Hobbykünstlern -
aber auch versierten Künstlern - oftmals nicht leicht. Bei
Körperdarstellungen werden häufig die Extremitäten undeutlich oder
verschliffen, auch verborgen gezeichnet oder gemalt. Erstaunlich
viele Abbildungen von Menschen sind in der bildenden Kunst mit
Personen dargestellt, deren Hände in den Taschen verborgen oder als
undeutliche Masse abgebildet sind. Dabei ist es nicht sehr schwer
Hände von Menschen zu Zeichnen - wenn wenige grundsätzliche
Gestaltungsrichtlinien beachtet werden.
Hände Zeichnen
In den vorgestellten Abbildungen sehen Sie
im linken Bild eine gezeichnete Hand, welche die
Proportionen der Finger
zur Handfläche verdeutlicht. Im rechten Bild eine mit Aquarellfarben
gemalte Hand, in der die
Schattierungen der Finger, Falten und Handballen
aufgezeigt wird. Im linken Bild erkennen
Sie, dass das Verhältnis von Handfläche und Länge der Finger nahezu
identisch ist. Wobei der höchste Punkt der Handfläche zwischen dem
Zeige- und Ringfinger liegt. Der Daumen beginnt etwa im unteren
Drittel der gesamten Hand, die Länge des Daumens endet in der Höhe,
in der der kleine Finger beginnt (rote Hilfslinien). In der mit
Aquarellfarben gemalten Hand im rechten Bild sehen Sie die flächig
gemalten Erhöhungen in der Handfläche und in den Fingern. Die
hellsten Stellen bilden dabei die erhabensten Flächen.
gezeichnete Hand
mit Aquarellfarben gemalte Hand

Proportionen der Finger und Handfläche
Beim Zeichnen oder Malen fällt jedem sofort auf, wenn Proportionen nicht richtig wieder gegeben sind. Dennoch ist es oftmals schwer auszumachen, wie die Proportionen
zu verteilen sind. Anhand des Schemas im
Bild 1 sollte es klar zu erkennen sein, an welchen Stellen die 3 mittleren Finger beginnen und enden, in welcher Höhe der gesamten Hand
der Daumen ansetzt, und wo der kleine Finger.
Die Finger sind von unterschiedlicher Länge, wobei der Mittelfinger der längste von allen ist. Zeigefinger und Ringfinger sind bei vielen Menschen etwa gleich lang, bei der Mehrzahl
der Menschen jedoch ist der Ringfinger eine Nuance länger. Der kleine Finger setzt etwas tiefer an als die mittleren Finger, ist entschieden schlanker, und oftmals
einige Grad zur Seite gespreizt. Der Daumen setzt ca in der Hälfte der Handfläche an, und er endet ungefähr in der Höhe, in der der kleine Finge beginnt.
Der Daumen ist ein kräftiger Finger mit nur einem Gelenk, während die anderen Finger schlanker sind und 2 Gelenke aufweisen. Dieses sind die wichtigsten Kriterien
bezüglich der Proportionen und Struktur, auf die beim Zeichnen einer Hand zu achten ist.
Handinnenseite - der Handballen, die Fingermuskeln und Falten
Die Handinnenseite besteht aus einer Menge differenzierter Muskeln. Im
Bild 2 ist deutlich markiert, wie sich die
Muskelmasse in der Hand verteilt. Der Größte Anteil der Muskeln
sitzt im Handballen und im unteren Daumenansatz. Unter den Ansätzen
der einzelnen Finger und über den Fingergelenken sitzen kräftige
Muskeln, die dafür zuständig sind, dass die Finger gut greifen - und
auch kraftvoll festhalten können. Beim Zeichnen der Handfläche ist
darauf zu achten, dass die Fingerwurzeln nicht einfach an die
Handfläche angesetzt werden, sondern dass die Muskelmasse der
einzelnen Finger - durch feine Falten getrennt - sich
organisch mit den Muskeln der Handfläche verbinden.
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